The Singhsons -It´s only Youtube

But how if it reflected some … thing… ?

In sich selbst wäre der folgende Clip, den ich auf Youtube gefunden habe kaum relevant. Bei grobem Drüberlesen über die mehr als 20000 Kommentare (d.h. sehr grobem Drüberlesen) fällt ein Tenor auf, der folgendermaßen auf den Punkt gebracht werden kann:

„Thats f**in´ racist“.

Ok, gucken wir uns jetzt mal den Clip an, es handelt sich einfach um eine „indische“ Version des Intros:

Alle Argumente wie „Die Simpsons sind nicht weiß sondern gelb“, ignorieren wir mal, weil wir davon ausgehen, dass die Antirassisten nicht in platten Schwarz – Weiß – Schemen denken, das wär ja auch zu langweilig, sondern eher nach dem Motto: Der Westen stellt die Andren da, und macht sie dadurch zu Andren. Yeah. Welche Andren?

Wer nachprüft stellt fest: – zumindest ein paar klügere KommentatorInnen stellen diese Frage.

Welche Anderen?  – das „Othering“, nachdem im  Sinne Lacanscher Psychoanalyse sich das Subjekt ein Anderes schafft, auf das die negativen Eigenschaften projiziert werden, wäre das zu Grunde liegende Konzept) –

Welche Anderen werden denn geschaffen, und wer „othered“ (so nennt man es wenn das Andere geschaffen wird) – wen?

„Othered“ ein rassistischer Weißer „die Inder“, oder ein rassistischer Inder die Simpsons? Yeah, what the fuck. Niemand möchte die Frage beantwortet wissen, weil dann schon die Fähigkeit Kunst zu schaffen an sich mit der rassischen/kulturellen Herkunft verknüpft wäre (dann hätten wir auch ne nette Grundlage für jeden Rassismus, denn Rassen und deren Unterschide hätten wir im Handstreich mit akzetiert).

Obwohl die Postcolonialstudies das gerne tun, indem sie Autoren irgendeine Rassenperspektive zuschreiben, können wir uns das hier sehr einfach ersparen. Warum: Weil wir den / die Autoren nicht kennen; –> scheiß drauf.

Also abgesehen von pseudopsychologsichen; antimaterialistische critical whiteness Konzepten (the Simpsons are yellow, remember), was macht den Clip rassistisch? Klischees wie Lisas neues Instrument? (als wäre das Saxophon nicht das Klischeeinstrument des Jazzy-Transgressor (d.i. schon in weißen Händen platziert „falsch“) – vergleiche, wie der Nike Schuh genau diese Doppeldeutigkeit  reflektiert); Marges Hausfrauenrolle und der Teig den sie ausrollt (check her role in the Simspons again…);  Barts „Lösung“ des Transportproblems? (Hmm, yeah, that couldn’t be explained with the extend of realism inherent to satire)… Man könnte über Maggies Buch diskutieren, aber das wär´s dann auch schon.

Fazit: Ein Rassismusdiskurs, der die Satirefähigkeit von Kulturen per se unterscheidet, hat die Grenze zum Rassismus längst überschritten. Wär nachweisen kann warum dieses Intro im Vergleich zu dem Original Intro mit dem beinahe verkauften Baby und dem verlorenen Brennstab rassistisch ist, ist willkommen, hier etwas beizutragen. Jeglicher „Die USA ist halt so“ Kram wird gelöscht.

Cyrano

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