Wagners Ring, Tolkiens Ring

Von der Problematik des Nicht-Immer-Gleichen…

„Das Gefilde des Geschlechterverhältnisses offenbart sich dadurch, dass der Ring nur dadurch vernichtet werden kann, indem er in die „feurige Spalte“ oder „Kluft“ zurückgeworfen wird, aus der er einst kam. Der Wert, als männliche Instanz, bekommt in seiner Magie einen unheim-lichen Charakter, er wird zum Unprodukt des Nicht–Männlichen, somit des Weiblichen“

„Echt jetzt?“, fragte Frodo. „Könnte es nicht sein, dass deine Fantasie da mit dir durch geht?“

I – Der Ring ist der Wert?

In Zum aktuellen Stand des Immergleichen, herausgegeben von Kathrin Lederer findet sich ein Aufsatz von Florian Ruttner, der versucht zu erkunden warum Neonazis den Herrn der Ringe mögen. Dabei möchte sich Ruttner nicht mit nahe liegenden Oberflächlichkeit (Kameradschaft, Edelmut, martialische Kämpfe, ein einfaches Verständnis von Gut und Böse) aufhalten, sondern dringt in Anlehnung an die Dialektik der Aufklärung von Horkheimer und Adorno vor zu dem, was er für den wesentlichen nationalsozialistischen Appell des Herrn der Ringe hält:

„Schon Mythos ist Aufklärung… und will also etwas über die Welt aussagen. Bei Tolkien wird diese Spannung zwischen Mythos und Aufklärung allerdings zu Gunsten des Ersteren aufgelöst. Die archaischen Gesellschaften, die beschrieben werden, werden auch verherrlicht.“

Doch damit nicht genug, argumentiert Ruttner weiter, der Hauptmythos der beschrieben wird, sei der des Geldes, das traditionelle Gesellschaften auflöse. Genauer: Im Einen Ring des Herrn der Ringe sei all jenes vergegenständlicht, was in der kapitalistischen Gesellschaft den Wert ausmache:

1lord 2lord

Ganz ähnlich argumentiert im Aufsatz Das Ringen des Wertes Daniel Sanin, auf den Ruttner der sich in seinen Ausführungen in weiten Teilen stützt:

„Isildurs Tat löste die Personifizierung der Identität von Identität und Nicht–Identität (wir hörten schon: Sauron und der Ring sind Eins) auf: Die Herrschaft wurde anonymisiert und Sauron zum „ABSOLUTEN SUBJEKT“ (Althusser), selbst nicht real, aber sich in seinen Anhängern realisierend. Der Ring selbst wird zum real Abstrak-ten, zum Ding, das gleichzeitig nicht es selbst ist, Konkretes und Abstraktes in einem: zum Wert. Als solches Ding hat es natürlich auch Fetischcharakter: Er zieht in seinen Bann, verführt seine Besitzer (im Buch sind es immer nur Männer) dazu, ihn zu benützen, um so seinem Alter–Ego, Sauron, zu zeigen, wo er sich befindet. Dieser schickt darauf hin ‘die Neun’ los, die ‘Ringgeister’, um ihn zu holen.

Zusätzlich hat der Ring die Macht, unsichtbar zu machen: Er lässt, seiner Logik gemäß, das Besondere verschwinden, das nur mehr dem Gesetz des Allgemeinen folgt. Des weiteren muss jeder, der den Ring trägt, die Bürde der Einsamkeit ertragen, da diese nicht teilbar ist: Er wird zum vereinzelten Warenträger.

Der Ring steht außerdem insofern für das Verhältnis zur Welt, als durch die Apotheose (d.i. Vergottung) Saurons, seine Transzendierung vom Subjekt zum ABSOLUTEN SUBJEKT, er (also Sauron) zur abstrakten Bedrohung des Lebens wird. Er wird zur Todesfigur, zum Tod selbst, der das Leben bedroht und es dadurch dringlich macht. Durch die Anonymisierung der Herrschaft, die im Wert (dem Ring) ihr konkret Abstraktes (oder abstrakt Konkretes) findet, entsteht somit erst jene Konstellation, welche dem Tode eine derartige Prominenz gibt, die dann von Heidegger als eine fundamentalontologische gesetzt wird. Aus dieser grundlegenden Konstellation wird erst die oberflächliche verständlich, wie sie eingangs beschrieben wurde: ‘gute Welt’ vs. ‘böse Welt’, somit Leben, das gegen sich selbst kämpft oder präziser: Das als ein reines imaginierte Leben (das ‘Gute’), welches das real beschädigte oder verstümmelte (dividierte) ist, kämpft gegen sein lebendig gewordenes Abgespaltenes (das ‘Böse’ = Tod).“

Beide Autoren lehnen sich in ihren Analysen wiederum eng an Gerhard Scheidts Kritik an Wagners Zyklus Der Ring der Niebelungen in Verborgener Staat, lebendiges Geld an.

II – 2 Ringe, ein Gedanke?

Die Interpretation des Herrn der Ringe in Analogie zum Wagnerschen Ringszyklus steht allerdings auf schwachen Füßen, und das nicht, weil Tolkien dieser Herangehensweise an sein Werk selbst vehement widersprach:

„Both rings were round, and that is the extent of it.“

Nein, vor allem finden sich für eine solche Analogie im Herrn der Ringe zu wenige eindeutige Textstellen, die eine Vergegenständlichung des Wertes im Ring nahe legen würde. Im Ring des Nibelungen lassen sich die Zusammenhänge zwischen Ring, Rheingold und Wert mit Leichtigkeit nachweisen. Bereits die Eröffnungsszene des Rheingolds knüpft diesen Knoten aufs innigste:

Der Welt Erbe gewänn’ ich zu eigen durch dich!
Erzwäng’ ich nicht Liebe,
doch listig erzwäng ich mir Lust?
Das Licht lösch’ ich euch aus;
entreiße dem Riff das Gold,
schmiede den rächenden Ring:
denn hör es die Flut –
so verfluch’ ich die Liebe!

 (Wikipedia erklärt: „Alberich, wütend über den Spott, den die Nixen mit ihm getrieben haben, und wohl auch wissend, dass er wegen seines hässlichen Aussehens auch bei anderen Frauen keinen Erfolg haben würde, entsagt trotzig der Liebe, mit dem Hintergedanken, sich mit Gold auch Liebe kaufen zu können.“)

Alberich verschreibt sich also dem Wert wie Faust einst seine Seele dem Teufel. Durch das Schmieden des Ringes versucht er den Zauber des Wertes unter Kontrolle zu bringen. Das Zusammenspiel von Ring, Macht und Wert, die Frage ob ein gerechter Tausch möglich ist, und der Tausch als Gegenpol des „Natürlichen“ schließlich sind ganz explizite Themen des Ringszyklus (man konsultieren dazu ruhig die Zusammenfassung in der Wikipedia, sie spricht für sich selbst und geht schneller vorbei als 16 Stunden Wagner), sie werden auch von der wagnerfreundlichen Kritik nicht geleugnet, sondern als Antimoderne oder Antikapitalismus gelobt.

Im Herrn der Ringe findet sich keine vergleichbar offenliegende Verbindung von realem gesellschaftlichen Wert und Ring als Dingssymbol. Sowohl Ruttner als auch Sanin behelfen sich daher mit eher nebulösen Andeutungen und Assoziationen. Sie wenden den Blick nicht auf einen innerem Zusammenhang zwischen Wert und Genese oder Verwendung des Ringes (sie würden kaum fündig) sondern betrachten die Effekte des Rings auf einzelne und versuchen diese mit dem Einzelnen in der warenproduzierenden Gesellschaft in Deckung zu bringen:

„Zusätzlich hat der Ring die Macht, unsichtbar zu machen: Er lässt, seiner Logik gemäß, das Besondere verschwinden, das nur mehr dem Gesetz des Allgemeinen folgt. Des weiteren muss jeder, der den Ring trägt, die Bürde der Einsamkeit ertragen, da diese nicht teilbar ist: Er wird zum vereinzelten Warenträger.“ (Sanin)

„Samweis‘ Widerpart und auch lange Zeit Gegenspieler ist Gollum, der trotz einiger Versuche, der Macht des Rings zu entkommen, diesem so verfallen ist, dass er mit ihm in den Abgrund stürzt, in dem der Ring zerstört wird. So findet sich, bei aller Zweideutigkeit Gollums doch das antisemitische Bild, er sei die Personalisierung des Geldes, der (sic!) nur mit diesem selbst vernichtet werden kann“ (Ruttner)

In seiner Genese könnte nämlich der eine Ring des Herrn der Ringe vom Ring der Nibelungenn kaum unterschiedlicher sein. Jener wurde im Geheimen geschmiedet, um die Ringe der Macht, die man vielleicht am besten als Symbole eines komplexen Lehnssystems von Gottesgnaden verstehen könnte, unter Kontrolle zu bringen. Der Ring symbolisiert also tatsächlich totale Herrschaft, oder zumindest deren Versprechen, aber keinesfalls die abstrakte Herrschaft des Wertes, sondern vielmehr die persönliche des Absolutistischen. Wert dagegen existiert im Herrn der Ringe parallel zur Ringssymbolik in dem Ausmaß, in dem man es in einer agrarisch-kriegerischen Gesellschaft erwarten kann. Das Getränke im Auenland zum Verkauf stehen belegt das ebenso wie eine Diskussion zwischen Gandal und Gimli in Moria über den Wert der Zwergischen Handwerkskunst:

P1190865

Von der Gleichung Ring = Wert bleibt hiernach nicht sonderlich viel. Allein die von Ruttner und Sanin gemachte Beobachtung, dass der Macht des einen Ringes reihenweise naturverbundene, von Natur aus gute Völker gegenüberstünden erinnert ein wenig an den nationalsozialistischen Dualismus von schaffendem und raffendem im Kapital.
Aber eben nur ein wenig. Die Bedeutung des Einen Ringes lässt sich alles in allem sehr viel einfacher als Versinnbildlichung des alten Wortes, das Macht korrumpiere, begreifen, als Totalitarismuskritik ohne jeglichen Rekurs auf den Wert.

III – Exkurs zum Völkischen

Überhaupt bringt die Fragestellung, „warum Neonazis den Herrn der Ringe mögen“ beide Autoren regelmäßig dazu Grautöne zu ignorieren, und die negativst möglichste Lesart des Textes teils kontrafaktisch vorzuziehen. Denn auch die Behauptung, dass natürlich gute Völkern dem absoluten Bösen gegenüberstünden z.B. ist zwar auf den ersten Blick nachvollziehbar, fällt aber in sich zusammen, denkt man sich die Bedrohung aus Mordor einmal weg. Jenes ist sicher das absolute Böse wie man es gerade in der Fanasy kennt; doch sind die Hobbits wirklich eine Mischung aus englischer Gentry und Pfeifenkraut rauchenden Hippies, wie es Ruttner will? Ruttner:

„Plastischer kann man das Verschmelzen von Natur und Gesellschaft und freiwilliger Unterordnung des Individuums unter das Kollektiv kaum in den Himmel heben“

Und hat Sanin recht, wenn er über Zwerge schreibt:

„Sie stehen somit für eine Arbeitslegion, ein Proletariat, bestehend aus Kumpeln, das gar nicht mehr ‘von oben’ beherrscht werden muss, sondern bereits völlig automatisiert das will, was es soll: Wert schaffen. Wozu, das ist egal.“

Nein. Ruttner ignoriert völlig, was im ersten Buch von Die Gefährten alles über die oft von Intrigen durchzogenen Familienverhältnisse der einzelnen Sippen im Auenland ausgesagt wird, ebenso wie die Weltvergessenheit der scheinbaren Idylle, deren Tage ohne eine Öffnung nach außen, wie es Aragon später klarmacht, sowieso irgendwann gezählt gewesen wären. Insbesondere aber unterschlägt er, dass die auenländischen Helden des Herrn der Ringe und zuvor schon des Hobbits sich in ihren Taten ebenso wie in ihren schriftstellerischen Versuchen (gerade Bilbo erscheint als Dichter, der ästhetisch nach anspruchsvollerem strebt als nach dem nächsten eingängigen Auelnländischen Kneipenschlager) außerhalb der Gesellschaft stellen, und dafür regelmäßig angefeindet werden.

Und Sanin will die Zwerge so sehr als tumbes Proletariat verstehen, dass er die hohe Kunstfertigkeit von deren Arbeiten übergeht oder unter den Tisch fallen lässt. Dabei ist im Herrn der Ringe der monetäre Wert der Zwergenarbeit eindeutig nur ein Nebenprodukt der ästhetischen Schöpfung um ihrer selbst willen; wenn etwa Gandalf und Gimli über Zwergenhandwerk reden, sprechen sie von Schönheit, von Wert nur insofern, als dass es in Mittelerde Wesen gibt, die für Zwergenhandwerk hohe Preise zu zahlen bereit sind.

Dabei ist der Herr der Ringe in seiner Konzeption der verschiedenen Völker natürlich dennoch rassistisch. Alles andere müsste auch verwundern, als Produkt der klassischen Fantasy verteilt er Fähigkeiten und Interessen die für gewöhnlich Individuen zukommen, ganz selbstverständlich auf Völker, die übertragen auf menschliche Verhältnisse an scharf abgegrenzte Rassen gemahnen. Das ist ein allgemeines Problem jeglichen Genres, das menschliche Probleme innerhalb eines Universums behandelt in dem der Mensch nur eine Art unter vielen ist. Selbst das so progressiv intendierte Star Trek hat dieses Problem. Eine Kritik hieran wird allerdings von einem falsch identifizierten Rassismus eher unterlaufen.

IV – Die Gegenprobe

Nehmen wir doch zum Schluss nocheinmal an Ruttner und Sanin hin hätten recht, und es sei der eine Ring in irgendeiner Weise die Vergegenständlichung des Werts, und nicht einfaches Symbol des Bösen, der Herr der Ringe nicht nur ein Identifikationsangebot an die von der modernen Welt gebeutelten. Ließe sich denn daraus tatsächlich die Frage beantworten, warum „Neonazis den Herrn der Ringe mögen“, mithin wäre die Perspektive Ruttners und Sanins zuminest dann zwingend – geht es tatsächlich um das

„Aufgehen des Individuums im Schicksal, um die Erschaffung des Kollektivs der „Men oft the West“, die durch schlechte Herrschaft und Dekadenz ihre einstige Stellung und ihre Verbindung untereinander verloren haben“?

Oder könnte es dann nicht ebenso gut wahr sein, dass es Sauron und seine Lakaien sind, die versuchen mittels des Ringes des Geheimnis gelungener Akkumulation inne zu werden, wie es Joachim Bruhn als das okkulte Ziel der Shoah beschreibt; dass also das absolute Böse deshalb absolut böse ist, weil es sich eben diesem Ziel verschreibt, und dass die Kräfte des Westens dagegen in Relation eben „gut“ sind, weil sie dieses Bestreben entgegen aller Verlockungen von sich weisen? Diese Lesart in Analogie zum Nationalsozialismus scheint mir deutlich naheliegender, wenn man denn voraussetzen will, dass der Ring den Wert repräsentiert.

Um das zu verstehen hilft es, sich zu vergegenwärtigen, dass innerhalb der gesamten Geschichte von Mittelerde, wie sie von Tolkien intendiert war, und auch noch erzählt werden sollte (das lässt sich im Simarillion nachlesen), die Restauration der Königsherrschaft nur ein vorläufiges Endergebnis darstellt, das zwingend in der gesellschaftlichen Verfasstheit der heutigen Welt enden muss.

(Auch das spricht gegen die Wertthese, wenn man sie ernster nimmt, denn als Ausdruck des gesellschaftlich Unbewussten: Tolkien zufolge steht die warenproduzierende Gesellschaft, das Industriezeitalter, noch aus, und die Vernichtung des Rings ändert daran nichts).

Und da ist noch die Figur des Tom Bombadil, die diese Interpretation stützt. Jener ist unter Fans nicht zu Unrecht der wohl am meisten diskutierte Charakter im Herrn der Ringe. Ob der nun einfach ein Naturgeist ist, oder wie hier durchaus überzeugend dargelegt, einer der Valar, ist dabei von geringer Relevanz. Bedeutend ist vor allem die vom Autor behauptete, und im Text durchaus schlüssige Funktion der Figur als „Kommentar“:

„Tom Bombadil is not an important person — to the narrative. I suppose he has some importance as a ‚comment.‘ I mean, I do not really write like that: he is just an invention (…) and he represents something that I feel important, though I would not be prepared to analyse the feeling precisely. I would not, however, have left him in, if he did not have some kind of function.“

In Tom Bombadil aufgehoben und gefeiert wird die tatsächliche Freiheit, die Neugier als Verhältnis zur Welt, das Idealbild der Versöhnung in dem „jeder ohne Angst verschieden sein kann“ (Adorno), allerdings innerhalb eines gesellschaftlichen Verhältnisses, in dem ein solches Ideal, so nicht die Mehrheit jenes Ideal aufschiebt, im schlimmsten Fall bis zur Selbstverleugnung, das Ideal selbst stirbt.

„I might put it this way. The story is cast in terms of a good side, and a bad side, beauty against ruthless ugliness, tyranny against kingship, moderated freedom with consent against compulsion that has long lost any object save mere power, and so on; but both sides in some degree, conservative or destructive, want a measure of control. But if you have, as it were, taken ‚a vow of poverty‘, renounced control, and take your delight in things for themselves without reference to yourself, watching, observing, and to some extent knowing, then the questions of the rights and wrongs of power and control might become utterly meaningless to you, and the means of power quite valueless …”

„It is a natural pacifist view, which always arises in the mind when there is a war … the view of Rivendell seems to be that it is an excellent thing to have represented, but that there are in fact things with which it cannot cope; and upon which its existence nonetheless depends. Ultimately only the victory of the West will allow Bombadil to continue, or even to survive. Nothing would be left for him in the world of Sauron.“

V – Das Ende

Solche Schlüsse lassen sich wahrscheinlich nur nach einer erschöpfenden Textexegese des Gesamtwerks Tolkiens ziehen, die weit über das hinausgeht was vom durchschnittlichen Leser erwartet werden kann, und weit auch über das, wozu der Herr der Ringe qua seiner literarischen Qualität einlädt. Einleuchtender als die Interpretationen Ruttners und Sanins finde ich eine solche Interpretation dennoch. Davon abgesehen bleibt bei einmaliger, oberflächlicher Lektüre der Herr der Ringe ein recht typischer Fantasyroman über den Kampf zwischen Gut und Böse, an dem vieles kritisiert werden kann und sollte (und genau diese Einfachheit, Edelmut & martialische Kämpfe mögen auch Nazis darn); für eine mythologisierende Verteufelung des Wertes gibt es aber kaum überzeugende Belege.

Und sicherlich ist der Herr der Ringe als literarisches Werk höchstens Mittelmaß, er hätte der Idee nach vielleicht aber auch ein großer Roman werden können. In einer vernichtenden Kritik stellt sich Edmund Wilson vor, wie das sich hätte lesen können:

„One looks forward to a queer dilemma, a new kind of hair-breadth escape, in which Frodo, in the Enemy’s kingdom, will find himself half-seduced into taking over the enemy’s point of view, so that the realm of shadows and horrors will come to seem to him, once he is in it, once he is strong in the power of the ring, a plausible and pleasant place, and he will narrowly escape the danger of becoming a monster himself.”

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