Ungeglaubtes Christentum – Mit Harry Potter durchs Sommerloch

Kurzer Beitrag, zuvor auf Gay West als Kommentar erschienen.

Die zahlreichen christlichen Angriffe auf Harry Potter zeugen womöglich vor allem vom Verfall des theologischen Denkens selbst. Christliche Vulgärtheologie nähert sich in der Breite Phänomenologie, oder Positivismus an, und macht bei Harry Potter an der Oberfläche zahlreiche Verstöße gegen ebenso oberflächliche historisch christliche Ge- und Verbote aus.

Hier vor allem eine Glorifizierung von Magie und Okkultismus.

Unfähig zeigt man sich, die Magie als metaphorisch zu denken und Harry Potter als das zutiefst christlich beeinflusste Romanwerk zu sehen, das es eigentlich ist. Wie streng Calvinistisch – und darin auch antiindividualistisch, das Opfer glorifizierend und und persönliche Freiheiten negierend – Harry Potter tatsächlich ist, hat schon vor längerer Zeit Daniel Hemmens auf ferretbrain herausgearbeitet.

Aber auch Christen hängen heute ihren Glauben in einem Modus des „als ob“, als ungeglaubtem Glauben an, und reflektieren dessen gedankliche Struktur gerade deshalb nicht.

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